Welche Wärmebehandlungsarten gibt es?

Weichglühen

Weichglühen geschieht zum Zweck besserer spanender Bearbeitbarkeit des Stahles.

Normalglühen

Normalglühen geschieht zur Erzeugung eines feinkörnigen und gleichmäßigen Gefüges. Ungleichmäßige Gefüge wie sie durch Schweißen, Gießen, Härten oder Umformen entstehen können, werden beim Normalglühen wieder hergestellt.

Härten

Härten ist das Einstellen eines Zwangszustandes im Werkstoff, welcher zum Ziel hat ein hartes und verschleißfestes Bauteil mit möglichst hoher Zähigkeit herzustellen.

Spannungsarmglühen

Spannungsarmglühen dient dem Abbau von Spannungen. Spannungen entstehen besonders durch unregelmäßige Abkühlung und Kaltumformung.

Rekristallisationsglühen

Durch Kaltumformung entsteht im Material ein Zwangszustand, der Zugfestigkeit und Härte steigert, aber die Zähigkeit vermindert. Durch Glühen kann dieser Zwangszustand behoben werden.
An sehr stark gestörten Gefügestellen setzt eine Neubildung von Körnern ein. Dazu ist ein vorhergehendes Mindestmaß an Verformung notwendig. Dieses Mindestmaß bezeichnet man als “kritischer Verformungsgrad”.

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